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Banken senken Beleihungsgrenzen bei Immobilien

16.08.2009, Immobilien haben angesichts der Verluste vieler Fonds jüngst eine Renaissance als Kapitalanlage erfahren. Die Deutschen wollen ins Eigenheim ziehen - allerdings haben eine Reihe Kreditinstitute ihre Kriterien bei der Darlehensvergabe leicht verschärft. Wie eine Befragung der "Aktion pro Eigenheim" in Kooperation mit dem Baugeldvermittler HypothekenDiscount unter führenden Kreditinstituten ergeben hat, wurden vor allem die Beleihungsgrenzen gesenkt und die Bonitätskriterien angepasst. Durch genauere Prüfverfahren dauert es im Schnitt länger, bis Kredite gewährt werden - wer finanziell solide dasteht, wird aber auch in der aktuellen Situation nicht abgewiesen.

"Der wichtigste Faktor bei der Entscheidung der Banken ist das Eigenkapital. War vor der Finanzkrise problemlos eine Beleihung von bis zu 130 Prozent möglich, wurde die Grenze danach deutlich gesenkt. Viele Banken bevorzugen eine Beleihungsgrenze von 60 Prozent. Grundsätzlich gilt: Je mehr eigene Mittel eingebracht werden, desto günstigere Zinsen gewähren die Banken", sagt Max Schierer, Präsident der "Aktion pro Eigenheim". Um hohe Zinsaufschläge zu vermeiden, ist es daher empfehlenswert, mindestens 20 Prozent des Objektwertes aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Im Zweifelsfall lohnt es sich, zu prüfen, ob Eltern oder Großeltern Geld leihen können oder ob Vermögen aus Kapitalanlagen ohne größeren Verlust abgezogen werden kann, um die Eigenkapitalquote zu erhöhen. Auch mit der Integration von Wohn-Riester-Produkten lässt sich der Beleihungsauslauf - das Verhältnis von Kreditsumme zum Objektwert - unter Umständen senken, was die Konditionen für den Immobilienkäufer verbessert.



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